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Kapelle "St. Josef" Höfchen

Die dem Heiligen Josef geweihte Kirche ist das erste Gotteshaus des im Jahre 1833 gegründeten Stadtteils Höfchen. Bis zum Jahre 1931 war Höfchen eine selbständige Gemeinde und wurde erst dann nach Hermeskeil eingemeindet.

Bereits im Jahre 1913 war auf Initiative von Dechant Wilhelm Greff (1912 - 1944) ein Kirchbauverein gegründet worden, wie die Chronik berichtet, „flossen die Spenden reichlich bei den monatlichen Sammlungen." Der erste Weltkrieg setzte dem aber ein rasches Ende.

Doch der Gedanke an einen eigenen Kirchraum lebte weiter. Als nach dem ersten Weltkrieg die Not groß war und die Arbeitslosigkeit entstand, die fast alle Männer des Arbeiterdorfes brotlos machte, da nutzen die Männer der damals selbständigen kleinen Gemeinde Höfchen die unfreiwillige Freizeit und begannen, den alten Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus zu verwirklichen.

Der Hermeskeiler Architekt Karl Ludwig lieferte die Pläne für den Kirchbau. Daraufhin brachen die Männer von Höfchen Steine auf eigenem Gelände, schafften sie mit ihren Gespannen zum Bauplatz und schlugen Holz in den benachbarten Wäldern. Baubeginn der kleinen Kirche war das Jahr 1922. Die Regierung gewährte den Männern während der gesamten Bauzeit ein Tagesgeld als Notstandsbeihilfe. Im Jahr 1923 war das beschiedene Kirchlein fertig. Die Kirche ist ein kleiner verputzter Giebelbau mit rundbogigen Fenstern und dreiseitig schließendem Chor. Über der abgewalmten Giebelseite ist ein verschieferter, in Fachwerk konstruierter und mit Ziegeln ausgefachter Dachreiter. Die Kirche lehnt sich typologisch und stilistisch eng an die barocke Kapellentradition des Trierer Landes an.

Nachträglich wurde ein Eingangsvorbau zugefügt. Der bescheidene Innenraum mit Schräge zur geraden Decke, Ziegelfußboden und Bänken des 19. Jahrhunderts sind Kennzeichen des Gotteshauses.

Bis zur Fertigstellung der Kirche fanden regelmäßig Gottesdienste in einem Schulraum der im Jahre 1878 gebauten alten Volksschule statt. In dem Schulgebäude befand sich auch ein Altarraum und auf dem Dach war in einem Dachreiter eine Kleine Glocke untergebracht, die zu den Gottesdiensten rief. Das alte Schulhaus wurde 1968 abgerissen. Im Jahre 1944 erwarb Johann Ostermann eine Kirchenglocke von der Kirche in Schwarzenbach. Seit dieser Zeit läutet sie in dem kleinen Dachreiter zu Gebet und Gottesdienst.

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ehrenamtliche Kümmerer:

Frau Gehl