• Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst

    AMBULANTES HOSPIZ HOCHWALD - Lebensqualität steht an erster Stelle

    AMBULANTES HOSPIZ HOCHWALD

    Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst                                                                       

    Koblenzer Straße 6

    54411 Hermeskeil

    Tel.: 06503-9214766 Fax: 06503-9214767

    e-Mail: marion.schronen@marienhaus.de

     

    Presseinformation 11/2021

     

    01.07.2021

    - Presseinformation -

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    Lebensqualität steht an erster Stelle

     

    Viele Menschen machen sich Gedanken und sind ängstlich, das ambulante Hospiz zu kontaktieren, weil sie dies direkt mit Sterben und Tod verbinden. Das Ambulante Hospiz ist jedoch an erster Stelle für das Leben und die bestmögliche Lebensqualität von schwerkranken Menschen da.

    Wir möchten seelische und körperliche Probleme mit den Betroffenen und deren Familien achtsam besprechen und gemeinsam bewältigen und begleiten sie, gemeinsam mit unseren ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern.

    Wir haben und nehmen uns immer Zeit. Es ist sinnvoll, uns so früh wie möglich zu kontaktieren, damit eine gute Begleitung möglich wird. Wenn Sie uns kontaktieren, bedeutet das nicht, dass ein Mensch stirbt. Wir sind da, um zu unterstützen und längere Zeit zu begleiten. In dieser Zeit kümmern wir uns um die Vernetzung mit unseren Kooperationspartnern, den Pflegestützpunkten, der SAPV (Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung) Pflegediensten, Hausärzten, Krankenhäusern, Psychoonkologen, dem Wünschewagen und um alles, was es für eine gute Lebensqualität mit einer schweren Erkrankung braucht.

    Unsere Ehrenamtlichen bauen ein Vertrauensverhältnis mit den Betroffenen und den Familien, Nachbarn, Freunden auf, schenken Zeit und unterstützen ihre Interessen. Sie sind immer an ihrer Seite, wenn sie Unterstützung und Begleitung benötigen und sind gute Gesprächspartner/innen, schweigen aber auch, wenn die Menschen das am nötigsten brauchen. Sie bleiben und sind da, wenn es um Entlastung geht und begleiten die Menschen und deren Familien unterstützend bis zum Ende des Lebens.

    Wenn Sie schwer erkrankt sind oder jemanden aus Ihrem Umfeld kennen, der unsere Unterstützung braucht, können Sie sich gerne jederzeit an uns wenden. Wir beraten und unterstützen Sie gerne.

    Kontakt: Ambulantes Hospiz Hochwald, Koblenzerstraße 6, 54411 Hermeskeil,

    Tel.: 06503-9217466 oder E-Mail: hospiz.her@marienhaus.de

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    Zuständig für die Presseinformationen und -mitteilungen:

    Marion Schronen (marion.schronen@marienhaus.de), Hospizleitung und Bildungsbeauftragte, Ambulantes Hospiz Hochwald

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  • Fahrzeugsegnung

    Fahrzeugsegnung

    Es ist in unserer Pfarrei eine schöne Tradition, dass zu Beginn der Sommerferien die Fahrzeuge gesegnet werden. Wir laden dazu herzlich ein.

    Die Segnung der Fahrzeuge findet statt am Sonntag, dem 18.07.2021, nach dem Hochamt in Hermeskeil. Sie werden dann gebeten langsam an der Martinuskirche vorbeizufahren; währenddessen findet dann die Segnung statt.

    Für die Teilnahme am Hochamt um 10.45 Uhr melden Sie sich bitte im Pfarrbüro an.

     

  • "Auf ein Wort liebe Mitchristen in St. Franziskus Hermeskeil"

    "Auf ein Wort liebe Mitchristen in St. Franziskus Hermeskeil"

    „In den letzten Jahren sind die Kirchenaustritte sprunghaft gestiegen. Kirche hat fundamental an Glaubwürdigkeit verloren. Die erschreckenden Erkenntnisse der Missbrauchsstudie haben dazu geführt, dass viele Menschen der Kirche den Rücken gekehrt haben und zu Recht Missstände benennen. Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Christenheit auf das Wort Gottes und ihren eigentlichen Auftrag besinnt und sich bekehrt.

    Jede und jeder Einzelne ist zur Umkehr und Nachfolge gerufen. Diesen Weg der Erneuerung und Evangelisierung gehen wir als Kirche mit dem Synodalen Weg in Deutschland und in vielen anderen Kontexten. Besonders in unseren christlichen Gemeinschaften ist der Dialog unerlässlich. Wie viele Menschen sind mit uns zusammen unterwegs, in den einzelnen Anliegen zum Wohl der Menschen und der Schöpfung im Glauben an Gott, auch wenn sie nicht (formal) zur Kirche gehören. Gottes frohmachende Botschaft wird dort spürbar, wo Menschen ihr ein Gesicht geben, wo Nächstenliebe konkret wird in den Werken der Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit und des diakonischen Handelns. Aus der gemeinsamen Würde aus Taufe und Firmung sind wir als Botinnen und Boten unterwegs zu verschiedenen Ämtern, Aufgaben und Verantwortungen.“ Soweit die Worte von Dr. Georg Bätzing, Bischof von Limburg und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz.

     

    Interessanterweise waren genau diese Punkte wichtige Themen meiner letzten Fortbildung. So wie bisher können wir auf Dauer nicht weitermachen. Es muss sich Wesentliches in der Kirche ändern.

    Aber die Hindernisse, die uns auf diesem Weg begegnen, scheinen immer noch zu groß und kaum überwindbar:

    1. Wir SeelsorgerInnen meinen oftmals, Verantwortung für den laufenden Betrieb zu haben. Ehrlich gesagt konnte ich in den letzten zwei Jahren nicht ein einziges neues Projekt auf den Weg bringen, da ich und andere zu sehr damit beschäftigt waren, „das Alte“ zu verlängern und eine Corona gerechte Seelsorge zu entwickeln.
    2. In vielen Pfarrgemeinden gibt es traditionell orientierte Christen, die starr vorgeben, dass Kirche so bleiben muss wie sie ist. Ich vermute, es fehlt vielen Menschen auch der Wunsch nach Veränderung. Worte, wie z.B. „das war immer so“, lassen mich darauf schließen.
    3. Durch die immer größer werdenden pastoralen Räume ziehen hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter alte Konzepte aus der Schublade, um sie in der größer werdenden Einheit unverändert umzusetzen. Da schließe ich mich und meine Arbeitsweise nicht aus.

    Das, was ich jedoch bisher von der strategischen Engagement-Entwicklung in der Vermittlung von Dr. Valentin Dessoy verstanden habe, geht einen ganz anderen Weg. Seelsorgerinnen und Seelsorger machen sich auf die Suche nach Menschen, die Kirche und Gesellschaft mitgestalten wollen. „So vielfältig die Menschen sind, so vielfältig sind auch ihre Themen und Aktivitäten. Wir als Gemeinden wollen Räume (im buchstäblichen wie übertragenen Sinn) eröffnen, damit Menschen ihren Interessen und Ideen nachgehen können. Dabei steht die Kirche mit ihren Mitarbeiter*innen als Begleiterin zur Verfügung und unterstützt die Interessierten, vor allem in der Anfangszeit oder bei organisatorischen Fragen.“

    Dabei gilt es neue und tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen, um in einem pastoralen Feld etwas Neues zu ermöglichen. Diese erfordert von den Verantwortlichen in Kirche und auch anderen, dass sich unsere Kirche in einem tiefgreifenden Veränderungsprozess befindet. Dorothea Steinebach umschreibt den Perspektivwechsel, der mich vor tiefgreifende Herausforderungen stellt. Vielleicht sprechen auch Sie diese Fragen an:

    1. Für wen möchten wir in St. Franziskus Hermeskeil Kirche sein?
    2. Wie gestalten wir innovative Angebote, dass sich die 95 % der Christen, zu denen wir im Moment kaum Zugang haben, ansprechen lassen?
    3. Wie sieht die zukünftige Rolle eines Seelsorgers oder einer Seelsorgerin aus? Die neuen pastoralen Räume werden bald gebildet. Wie kann unser neuer Pastor Christian Heinz ab Oktober als leitender Pfarrer seine Aufgabe und sein Amt erfüllen?
    4. Wie kann sich Kirche neu organisieren und besser an der Sozialgestalt der Menschen anknüpfen?
    5. Nicht zuletzt die wichtige Frage, wie sieht dann ein Zusammenspiel von Führung und Leitung aus? Wie kann Partizipation ehrlich und gut in die Realität umgesetzt werden?

     „Kirche wird nur überleben, wenn sie ein Maximum an Partizipation im Sinne von Teilhabe an Entscheidungsmacht ermöglicht und praktiziert. Echte Partizipation zielt darauf, Mitbestimmung zuzulassen, Entscheidungskompetenz teilweise abzugeben und Entscheidungsmacht zu übertragen.“ Das wird spannend, denn das Thema „Macht“ ist in der Kirche ein ganz eigenes.

    Im zweiten Fortbildungsmodul gab es wichtige Erkenntnisse aus einer durchgeführten Ehrenamtsstudie im Bistum Freiburg. Hier wurden wichtige Grundsätze zur strategischen Engagement-Förderung aufgelistet. Die Auseinandersetzung mit dem Thema führt zu dem Sendungsauftrag von Kirche und somit der zukünftigen Gestalt von Kirche

    1. Vielfalt wollen
    2. Experimente wagen
    3. Vergangenes verabschieden
    4. Den Sozialraum in den Blick nehmen
    5. Verortet sein
    6. Kooperationen suchen
    7. Menschen sehen
    8. Verlässlichkeit bieten
    9. Rahmenbedingungen sicherstellen
    10. Beteiligung verwirklichen
    11. Kommunikation pflegen

    Ich finde, da steckt sehr viel drin, um eine Engagement-Entwicklung auch in unserer Pfarrei St. Franziskus zu stärken oder aber auch ganz neu aufzustellen.

    Mit ganz konkreten Fragen an Sie verabschiede ich mich für heute:

    < Wer braucht Unterstützung für sein derzeitiges Ehrenamt?

    < Wer hat Fragen oder möchte sich in irgendeiner Art und Weise neu oder nochmals engagieren?

    < Wer hat im Moment noch keine konkrete Idee, sondern nur Gedankenblitze?

    < Wer möchte sich im Pfarrgemeinderat, im Gemeindeteam oder in sonst einem unserer vielfältigen Projekte einbringen?
     

    Nehmen Sie einfach Kontakt mit mir auf, ich freue mich auf Sie.

    Ihr und euer Gemeindereferent Rüdiger Glaub-Engelskirchen

    Kontaktdaten: Martinusstraße 5, 54411 Hermeskeil, Telefonnummer: (06503) 98 17 517 oder per Mail: r.glaub-engelskirchen@franzikus-hermeskeil.de oder über die Kontaktdaten unseres Pfarrbüros!

     

  • Wahlen zu den pastoralen Gremien am 06. und 07.11.2021

    Wahlen zu den pastoralen Gremien am 06. und 07. November 2021

    Bischof Ackermann schreibt:

    "Es ist mir ein Anliegen, Ihnen nochmals für Ihr Engagement, Ihre Zeit und die Kraft zu danken, die Sie in den vergangenen Jahren unserer Kirche im Bistum Trier geschenkt haben. Manche von Ihnen werden bei den kommenden Wahlen nicht mehr kandidieren. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, Personen in Ihrem Umfeld für diese Aufgabe zu gewinnen, denn auch künftig braucht es Jugendliche, Frauen und Männer, die das Recht auf Mitbestimmung und die Möglichkeit des Mitgestaltens in den Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und später in den Pastoralen Räumen wahrnehmen. Ich bitte Sie darum, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung an diejenigen weiterzugeben, die ab Herbst in den Gremien Mitverantwortung tragen.

    Die Zeit der Vorbereitung der Wahlen und die kommende Amtsperiode der Gremien werden bedeutende Phasen sein, in denen wichtige Weichenstellungen für die zukünftige Gestalt der Kirche und des christlichen Lebens in unserem Bistum erfolgen. Vielfältige Möglichkeiten stehen Ihnen dabei zur Verfügung, damit Sie gut auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen und lokale Erfordernisse beachten können.

    In dieser Zeit vielfältiger Veränderungen und Entwicklungen bitte ich Sie nicht nur um Ihre Unterstützung als scheidende Gremienmitglieder oder als weiter aktive Mitglieder, sondern auch um Ihr Gebet für unseren Weg als Kirche im Bistum Trier."

    Wenn Sie sich für die Arbeit im Pfarrgemeinderat (PGR) interessieren, können Sie sich gerne auch bei den Mitgliedern des jetzigen PGR und bei den Mitgliedern des Pastoralteams informieren. 
    (RGE)

  • Unterstützung für Bolivien - Partnerland des Bistums Trier

    Unterstützung für Bolivien - Partnerland des Bistums Trier

    Die Region rund um Santa Cruz im bolivianischen Tiefland ist von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Bereits in der ersten Welle im Frühjahr 2020 lag ein Schwerpunkt des Infektionsgeschehens dort. Jetzt in der zweiten Welle weist die Region erneut hohe Fallzahlen auf. Doch auch in den anderen großen Städten des Landes gerät das Gesundheitssystem an seine Grenzen.

    Viktor Hugo Valda Antelo ist der Leiter des „Hospital Católico“ der Erzdiözese Santa Cruz. Das Krankenhaus hat schon sehr früh die Initiative ergriffen und eine neue COVID-19-Station eingerichtet. Das Bistum Trier unterstützt das Vorhaben der Partnerinnen und Partner vor Ort und hilft durch Geld- und Sachspenden bei der Ausstattung der Station mit Beatmungsgeräten und weiterer medizinischer Ausstattung.

    Zunächst war die Station in Santa Cruz für 11 Betten ausgelegt. Da sie aber schnell ausgelastet war, wird sie stetig erweitert und umfasst mittlerweile bereits 40 Betten.

    Jetzt in der dritten Welle sind auch diese Plätze komplett belegt. Manche Covid-Patienten können daher nicht rechtzeitig behandelt werden. Teilweise kommt es zu chaotischen Szenen: „Menschen können nicht aufgenommen werden, weil keine Betten frei sind. Sie warten dann im Flur oder vor den Toren des Krankenhauses, und wenn ein Bett frei wird, z.B. weil ein Patient stirbt, steht gleich der nächste bereit“, erzählt Pfarrer Christian Mueszig, Caritasdirektor der Erzdiözese Santa Cruz.

    Aktuell plant das Bistum Trier einen weiteren Transport medizinischer Geräte nach Bolivien, unter anderem 3 Beatmungsgeräte und 5 Sauerstoffkompressoren. Profitieren werden davon das Hospital Católico und ein weiteres Krankenhaus in Santa Cruz, außerdem ein Krankenhaus der Diözese El Alto.

    Für jedes Beatmungsgerät werden 10.000 Euro benötigt und jeweils 650 Euro für gebrauchte und aufbereitete Sauerstoffkompressoren.

    Mit Ihrer Spende stärken Sie die Menschen in Bolivien. Sie engagieren sich in der Behandlung der Infizierten und versorgen die auf sich gestellten armen Familien in den Stadtteilen und Dörfern.

    Spendenkonto:
    Bistum Trier – Bolivienpartnerschaft

    IBAN: DE62 3706 0193 3007 8480 47

    Spendenvermerk: 300 057 Corona-Hilfe

  • Sakrament der Ehe

    Das Sakrament der Ehe

    In der katholischen Kirche ist die Ehe eines der sieben Sakramente. Sie ist ein Abbild für die Zuwendung und Liebe Gottes zu den beiden Menschen, die ihr Leben und ihre Liebe miteinander leben wollen.  Das Ehesakrament ist das Sakrament, das am deutlichsten einer Lebenswende zugeordnet ist. Zwei Menschen, die vorher für sich waren entschließen sich, ihr Leben auf Dauer miteinander zu teilen. Dahinter steht das große Wort „Liebe“.

    Dass die Ehe aus Liebe geschlossen wurde, war nicht immer so. Ehen wurden in früheren Zeiten oft aus bestimmten Interessen eingegangen: die gute Partie war dazu da, den Besitz oder den Einfluss und die Macht zu erweitern. Die Liebe der Brautleute spielte da meist keine so große Rolle; sie konnten von Glück sagen, wenn sich im Verlauf der Ehe eine positive Beziehung entwickelte.

    Da klingen die Wesensmerkmale des katholischen Eheverständnisses wie ein Gegenpol: Die Ehepaare sollen sich frei entscheiden zur Ehe, die gegenseitige Achtung und Liebe der beiden sind essentiell, die lebenslange Treue (bis dass der Tod euch scheide) ist ein Kennzeichen dieses Sakramentes.

    Schon die Schriften des sogenannten Alten Testaments räumen der Beziehung von Mann und Frau einen hohen Rang ein. Die Ehe liegt gewissermaßen in der Schöpfungsordnung begründet. Mann und Frau werden in der Schöpfungsgeschichte (Gen 2, 18ff.) von Gott selbst einander zugeführt, damit sie einander ergänzen und sich gegenseitig unterstützen.  Und Jesus selbst sagt von der Ehe: „Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Mt 19,6). Damit gibt er der Ehe den Status einer von Gott gesetzten Verbindung von Mann und Frau.

    Das entspricht oft auch dem Gefühl der beiden Partner: die Liebe ist etwas, das mit dem Himmel zu tun hat, eine Kraft, die von Gott her kommt. Für Christen ist Gott die bedingungslose und grenzenlose Liebe und die Liebe zwischen Menschen kann so zu einem Abbild der Liebe Gottes werden. Im Sakrament der Ehe macht die Liebe der Eheleute die Liebe Gottes sichtbar. Wohl die meisten Liebenden haben mindestens die Sehnsucht, dass ihre Beziehung Dauer haben möge. Jemanden an der Seite zu haben, auf den ich mich verlassen kann in guten und in schlechten Zeiten, ist ein Wunsch, den die meisten Menschen haben, auch wenn die Erfahrung sie lehrt, dass dieser Wunsch nicht immer in Erfüllung geht.

    Als Christen nehmen Menschen Gott in diesen Bund der Ehe mit hinein. Er soll die Beziehung segnen und sie begleiten. Gott wird dabei oft verstanden als eine Lebensgrundlage, der Garant von Werten für ein gutes Leben, als ein Schutz vor den Gefährdungen des Lebens.

    Damit wird die Ehe, als Sakrament verstanden, zu mehr als nur einer privaten Angelegenheit. Sie wird ein öffentliches Bekenntnis zum liebenden Gott und seiner Schöpfung.

    Die Eheleute spenden sich gegenseitig dieses Sakrament. Der Priester oder Diakon assistiert diesem Eheschluss und bestätigt ihn vor der Gemeinde, vor den Zeugen und vor Gott öffentlich.

    „Wenn zwei sich lieben, geht es um das Schicksal der ganzen Welt.“

    So lautet ein Sinnspruch, der auch öfters als Trauspruch gewählt wird. Ehe ist als Sakrament nicht nur eine ganz private und intime Angelegenheit, sondern ein Bund, der öffentlich geschlossen wird, ein Bund, der neben der persönlichen und intimen Seite auch eine öffentliche und (kirchen-)rechtliche Dimension hat.   

    Das Ehesakrament kann nur einmal gültig gespendet werden. Kirchlicherseits gibt es keine Scheidung („Was Gott verbunden hat, das soll der Mensch nicht trennen.“) Das Sakrament kann höchstens annuliert werden. In einem kirchlichen Ehegerichtsverfahren wird dann festgestellt, dass das Sakrament der Ehe zum Zeitpunkt der Eheschließung nicht gültig gespendet wurde.

    Das bestätigt noch einmal den hohen Rang, den dieses Sakrament im Kirchenrecht einnimmt.

    Ein Text aus dem Hohenlied des Salomo  im Alten Testament formuliert das so:

    „6 Leg mich wie ein Siegel auf dein Herz,

    wie ein Siegel auf deinen Arm,

    denn stark wie der Tod ist die Liebe,

    die Leidenschaft ist hart wie die Unterwelt!

    Ihre Gluten sind Feuergluten, gewaltige Flammen.

    7 Mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen,

    auch Ströme schwemmen sie nicht hinweg.

    Böte einer für die Liebe den ganzen Reichtum seines Hauses,

    nur verachten würde man ihn.“

     (AW)