Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil

Kirchentag

DER 3. ÖKUMENISCHE KIRCHENTAG in Frankfurt wird bedingt durch die Corona-Pandemie digital und dezentral stattfinden.

In ganz Deutschland sind die Menschen vom 13. bis zum 16.05.2021 digital dazu eingeladen, Gottesdienste zu feiern und an Diskussionen und Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Der ÖKT steht unter dem Leitwort "schaut hin" (Mk 6,36) und möchte dazu beitragen, dass gerade in Krisenzeiten der Blick auf die gemeinsame christliche Verantwortung für die Welt und ein gutes Zusammenleben geschärft wird.

So soll denen eine Plattform gegeben werden, die darum ringen, die demokratische Grundordnung und ein friedliches Miteinander zu bewahren. Die ökumenischen Gottesdienste "Kommt und seht" bilden den Höhepunkt des ÖKT.

Vikariatskirche "St. Johannes der Täufer" Damflos

Im Jahre 1818 ließ Frau Anna Maria Pink geb. Nellinger an der Ostgrenze des Dorfes auf einem ihr gehörenden Grundstück eine kleine Kapelle errichten. Bereits 1840 war diese baufällig geworden, jedoch wurden Messen noch bis 1855 in ihr gehalten.

1853 ergriff der Pastor von Züsch, Christoph Boehle, die Initiative für einen Neubau und begann in seiner Heimat Westfalen, in Trier und anderen Orten Spenden zu sammeln. Der Bischof von Trier schrieb im Mai 1858 eine Kirchenkollekte im gesamten Bistum für den Neubau aus. Der Neubau konnte nun in der Ortsmitte auf einem gemeindeeigenen Grundstück erfolgen. Nach weiteren Kollekten und Bauholzspenden der Gemeinden Bescheid, Grimburg, Hermeskeil, Malborn und Rascheid und der Überwindung einiger Schwierigkeiten wurde der Bau vollendet. Am 19. März 1861, dem Fest des heiligen Josef, wurde die Kirche samt einer Gußstahlglocke von Pfarrer Johann Mattthias Rath aus Züsch unter Beteiligung des ganzen Dorfes und Einwohnern von Nachbardörfern eingesegnet. Geweiht ist die Kirche Johannes dem Täufer. Ende des 19. Jahrhunderts traten dann Bauschäden an Turm und Dach auf. Nach deren Behebung erteilte am 30. November 1900 das Generalvikariat in Trier die Erlaubnis, das Allerheiligste in der Kirche aufzubewahren. Von nun an war durchschnittlich jede Woche an einem Werktag heilige Messe und einmal im Jahr am Sonntag nach dem Fest des Heiligen Johannes des Täufers (24. Juni), wenn in Damflos Kirmes war.

Das gesamte Gebäude war um 1930 wieder sehr in Mitleidenschaft gezogen worden, so dass Pastor Peter Eiden aus Züsch den Turm mit Hahn sowie das Dach erneuern ließ. Es erfolgten auch einige Änderungen und Erhaltungsmaßnahmen im Kircheninnern. Nach dem II. Weltkrieg baute die Gemeinde einen Kamin an das Gebäude an, um im Winter heizen zu können.

Mit Urkunde vom 4. August 1950 erhob das bischöfliche Generalvikariat die Filiale Damflos zur Vikarie ohne eigene Vermögensverwaltung.

Im Jahre 1958 lag die Grundsteinlegung und der Baubeginn 100 Jahre zurück. Aus diesem Anlaß bestellte man zwei neue Bronzeglocken bei der Glockengießerei Mabilon in Saarburg. Die Marienglocke hat ein Gewicht von 45 kg und ist geschmückt mit dem Bild der Lourdesmadonna. Die zweite Glocke ist St. Johannes Baptist geweiht und hat ein Gewicht von 30 kg.

1963 begannen unter Pfarrer Mörsdorf die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Kirche. Dabei setzte die bauausführende Firma Max Düpre ein neues Querschiff in Nord-Südrichtung vor den ehemaligen Eingang. Der Altar wurde in das neue Querschiff verlegt und über dem ehemaligen Altarraum eine Empore eingebaut. Am 29. Oktober 1963 segnete der Domvikar und Ordinariatsrat Moritz unter großem Anteil der Bevölkerung die erweiterte und neu gestaltete Kirche ein. Es erfolgte noch eine Ergänzung der Innenausstattung. In den Jahren 1978 und 1987 erhielt das Gebäude einen Komplettanstrich und im Jahre 1993 eine neue Heizung.

Nach langer Zeit des Abwägens entschieden sich die Gremien 1997 für die Anschaffung einer einmanualigen Orgel der Firma Orgel-Mayer aus Heusweiler. Am 13. Februar 2000 weihte Regionaldekan Schönborn zusammen mit Pfarrer Manfred Reck aus Züsch die neue Orgel ein. Die Orgel kostete 156.000,- DM, die die Pfarrgemeinde zum großen Teil selbst aufgebracht hatte.

Die Vikariekirche steht seit 2006 unter Denkmalschutz. Die Gemeinde feierte vom 19. bis 21. September 2008 den Beginn des Kirchenbaus vor 150 Jahren. In einem Festgottesdienst gedachten Pfarrer Clemens Grünebach und die Pfarrangehörigen dieses Jubiläums.

Das Gebäude war mit der Zeit im Innern fleckig geworden, so dass die Gremien sich im Jahre 2011 dazu entschieden den Innenraum zu renovieren und in kleinerem Umfang umzugestalten. Bei der Umgestaltung wurde der dreistufige Altarraum auf eine Stufe geändert und der Altartisch verkleinert. Das frei hängende Kreuz befestigte man an der Altarrückwand und in Eigenleistung erneuerten viele freiwillige Helfer den kompletten Innenanstrich. Weihbischof Dieser segnete am 04. September 2011 unter Mitwirkung von Dechant Grünebach und Pater Lutwin vom Franziskanerkloster Hermeskeil den neuen Altarraum ein.

Wenige Tage vor Ostern des Jahres 2017 wurde der Altarraum nochmals geringfügig umgestaltet. Einige freiwillige Helfer nahmen das Holzkreuz von der Wand ab und befestigten es im rechten Kirchenschiff. Im Altarraum ersetzte es eine dreiteilige Kreuzigungsgruppe aus Holz, die aus einer profanierten Kirche im Saarland stammte.

 

Berthold Bouillon

Bittprozession durch Fluren, Äcker und Felder!

Ehrlich gesagt, habe ich Bittprozessionen erst Mitte der 90er Jahre kennengelernt. In Dudweiler meiner Heimat, eher Stadtrandgebiet, hatten Bittprozessionen keine Tradition. Durch dicht bewohnte Straßen zu ziehen macht in diesem Fall nicht so viel Sinn. Ganz anders, als ich dann als Gemeindereferent in Pluwig, Gutweiler und Schöndorf meine erste Stelle angetreten hatte. Dort gab es diese schöne Tradition der Bittprozessionen und, Bittgänge an den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt. Oftmals wurde an Kapellchen Halt gemacht und gebetet, um Abwendung von Naturkatastrophen wie z.B. Gewitter, Hagel, Erdbeben, Krieg und Seuchen. 

Wenn ich an die diesjährigen Bittprozessionen in unserer Pfarrei St. Franziskus denke, dann bitten wir zum einen, dass die Saat in unserer von Gott geschenkten Schöpfung aufgeht und reiche Frucht bringt, aber mit Sicherheit noch dringender, dass wir vor dem Corona-Virus verschont bleiben, die Erkrankten gesund werden und hoffentlich weltweit die Pandemie ein Ende nimmt. Allerdings erlebe ich auch immer wieder, dass für viele Gläubige die Teilnahme am Bittgang und der Eucharistiefeier auch ein Zeugnis der Dankbarkeit ist. Ich überlasse Ihnen die Intention selbst. Jedenfalls laden wir als Pfarrei herzlich ein, sich mit uns auf den Weg zu machen. Miteinander und füreinander oder gemeinsam achtsam wollen wir die Bitttage gestalten. Sie finden wie folgt statt:

Montag, 10. Mai

17.45 Uhr Grimburg, Bittprozession nach Grenderich
18.00 Uhr Gusenburg, Bittprozession nach Grenderich, dort Heilige Messe
18.00 Uhr Beuren, Bittprozession, anschließend Heilige Messe

Dienstag, 11. Mai

18.00 Uhr Hermeskeil, Bittprozession durch die Stadt, anschließend Heilige Messe

Mittwoch, 12. Mai

10.00 Uhr Bescheid, Bittprozession, anschließend Heilige Messe
17.15 Uhr Geisfeld, Bittprozession, anschl. Vorabendmesse zu Christi Himmelfahrt  

Sollte zu dem Zeitpunkt schlechtes Wetter wie z.B. starker Regen, Sturm oder Gewitter sein, dann entfällt die Bittprozession und wir feiern stattdessen direkt die Heilige Messe (für Grimburg/Gusenburg um 18.00 Uhr in Gusenburg)

 

Rüdiger Glaub-Engelskirchen

 

Jahresgedenkgottesdienste für Verstorbene in der Pfarrkirche in Hermeskeil

Die Pfarrei St. Franziskus Hermeskeil feiert jeweils am ersten Freitag des Monats um 18.30 Uhr eine Eucharistie als Jahrgedächtnis für die Verstorbenen des jeweiligen Monats vom Vorjahr.

Es wird aller Verstorbenen aus allen Dörfern der Pfarrei gedacht. Zu diesem Gottesdienst sind insbesondere die Angehörigen, Freunde und Verwandten der Verstorbenen eingeladen. Aufgrund der Corona-Pandemie sind einige Monat ausgefallen, die wir nun nachholen möchten.

Am Freitag, 07.05.2021, um 18.30 Uhr findet eine Hl. Messe für die Verstorbenen der 

Monate März und April 2020 in der Pfarrkirche in Hermeskeil statt (Anmeldung erforderlich!)

 

März 2020

Kaup Marita, Abtei

Brosius Werner Josef, Grimburg

Mayer Barbara, Geisfeld

Anell Irene Maria, Gusenburg

Wahlen Erika Susanna, Grimburg

Thielen Ernst Josef, Hermeskeil

Ostermann Hermann Josef, Höfchen

Großmann Helmut Michael, Gusenburg

Rech Reinhold, Hermeskeil

 

April 2020

Adams Theodor Georg, Prosterath

Ludwig Ida, Rascheid

Alt Irmgard, Rascheid

Knop Anna Maria, Geisfeld

Nickels Nikolaus, Hermeskeil

Rüdenauer Maria Margarete, Züsch

 

 

Kindersport im Garten

Dreck-weg-Tag

Der Dreck-weg-Tag findet am 18.September 2021 statt, Interessierte melden sich aber bitte zeitnah jetzt schon zwecks Vorplanung und Bestellung der Materialien an!

Fernsehgottesdienste

Im Moment erfreuen sich Fernsehgottesdienste großer Beliebtheit.
Gerne teilen wir an dieser Stelle mit, wann Gottesdienste gefeiert werden:

Mai

01.05.2021

10.00 Uhr

BR

Wieskirche

kath.

02.05.2021

09.30 Uhr

ZDF

Bremen

ev.

09.05.2021

09.30 Uhr

ZDF

Bensheim-Auerbach

kath.

13.05.2021

10.00 Uhr

ARD/HR

Christi Himmelfahrt

ökum.

16.05.2021

09.30 Uhr

ZDF

Frankfurt

ökum.

23.05.2021

09.30 Uhr

ZDF/ORF

Altenburg

kath.

23.05.2021

10.00 Uhr

ARD

Pfingsten

ev.

24.05.2021

10.00 Uhr

ARD/RBB

Pfingstmontag

kath.

30.05.2021

09.30 Uhr

ZDF

Erfurt

ev.

Juni

03.06.2021

10.00 Uhr

ARD/BR

Fronleichnam

kath.

06.06.2021

09.30 Uhr

ZDF

Frankfurt

kath.

13.06.2021

09.30 Uhr

ZDF/ORF

Burg Finstergrün

ev.

20.06.2021

09.30 Uhr

ZDF

Frankfurt

kath.

20.06.2021

10.00 Uhr

MDR

Bistumsjubiläum

kath.

27.06.2021

09.30 Uhr

ZDR

Palermo

ev.

 

Die „Königin“ von St. Medardus in Grimburg  

Einblicke von Heinz Bonerz, Grimburg

 

Sie hat zwar keine Krone, dennoch ist sie eine „Königin“! So wird schon seit mehr als hundert Jahren ein Instrument aufgrund der Ausmaße, des Umfangs und der Klangstärke vom sehr leisen, kaum hörbaren Pianissimo bis zum lautstarken, bebenden Fortissimo als „Königin“ der Instrumente bezeichnet, nämlich die Orgel. Sie kann eine Bandbreite vom Einzelinstrument bis zum Orchester abbilden. An Größe, Umfang, kunstvoller und technischer Ausstattung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Ein Beispiel hierfür findet sich in der Trierer Domorgel: Im Orgelgehäuse ist der flötende Pan eingebaut.

Ich wurde eingeladen, einen Artikel über die Grimburger Orgel zu schreiben. Eine kurze Widmung ist  naheliegend, denn in 2021 ist die Orgel Instrument des Jahres.  

Für die Kirche Grimburg wurde im Jahr 1938 als Opus (Werk) Nr. 8 der Fa. Sebald & Brand aus Trier ein Instrument erbaut und steht seitdem im Wesentlichen unverändert auf der Empore und im Turmzimmer. Es handelt sich um ein kleines, aber feines, historisch wertvolles und für damalige Verhältnisse mit hervorragender Technik ausgestattetes Instrument. 390 Pfeifen bilden das Pfeifenwerk, zur Ausstattung gehören auch 2 Manuale und ein Pedal mit insgesamt 9 Registern und 5 Koppeln.

Im Herbst 2014 wurde es aufwendig durch die Fa. Orgelbau Hubert Fasen aus Oberbettingen in der Eifel generalüberholt und wenig später um einen Tremulanten erweitert. Der neu eingebaute historische Tremulant kann den starren Klang der Orgel in einen schwebenden Klang verändern. Obwohl die Orgel unscheinbar wirkt, kann man aber aufgrund der Funktionalität und des Klangbildes von wahrer Größe sprechen.                  

In den Vorkriegsjahren waren Kirchen oft noch ohne Strom und so wurden Orgeln als rein pneumatische Instrumente ausgelegt (Pneuma, griech. = Wind). Stark vereinfacht ausgedrückt: Durch das Drücken einer der Tasten an der Klaviatur wird ein Steuerventil im Spieltisch geöffnet und der Steuerwind wird durch eines der Bleirohre in die Windlade gelenkt. Dort strömt die Luft aus dem Bleirohr in eine Ledermembrane und hebt damit einen Kegel. Dadurch strömt aus einem zweiten Luftkreislauf der Spielwind in die Pfeife und deren Ton erklingt. Die benötigte Luft wurde von einem Balgtreter geschöpft.

Diese aufwendige Technik der Steuerung wurde bei Neubauten mit dem Aufkommen der Elektrizität nicht mehr angewandt.     

Eine Messfeier z.B. an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten ohne Orgel? Kaum vorstellbar!

So können wir ermessen, wie die Orgel wesentlich zu der feierlichen und liturgischen Gestaltung des Gottesdienstes beiträgt. Gespielt wurde und wird das Instrument in Grimburg durchweg von einheimischen ehrenamtlich tätigen Organisten. Über meinen Bruder, der früher Organist in einem Nachbarort war, kam ich schon früh in der Kindheit mit dem Orgelspiel in Berührung und mein Interesse wurde so geweckt. Die musikalische Erziehung wurde – neben dem Fußballspiel! – in der ehemaligen Volksschule Grimburg großgeschrieben und von der damaligen sehr musikalischen Lehrkraft intensiv durch Singen gefördert. Theoretische Grundkenntnisse erwarb ich also im Musikunterricht während meiner schulischen Ausbildung, später auch dann im Selbststudium. Eine weitere Fortbildung habe ich jüngst über die Bischöfliche Kirchenmusikschule Trier durch Dekanatskantor Rafael Klar erfahren. An besonderen Feiertagen haben wir im Gottesdienst in den letzten Jahren auch gerne im Ensemble mit Kontrabass, Geige und Trompete musiziert. Da ich inzwischen selbst „in die Jahre gekommen bin“, steht die Frage der Nachfolge allmählich zur Disposition. Welche Auswirkung die Reform der Pfarreien und die zukünftigen Entwicklungen in der Kirche auf die Gottesdienste und die Organisten in den Dörfern haben werden, bleibt abzuwarten.